EDUARD NEMETH
ARMATA ÎN SUD-VESTUL DACIEI ROMANE / DIE ARMEE IM SÜDWESTEN DES RÖMISCHEN DAKIEN


KAPITEL III.
DAS SYSTEM VON HADRIAN BIS ZU DEN "MARKOMANNENKRIEGEN"

Versiunea română - Rumänische Fassung

Publius Aelius Hadrianus (117-138 n. Chr.) begann seine Regierung unter den bekannten Umständen und betrieb eine andere Provinzialpolitik als sein Vorgänger. Er verzichtete auf die von Trajan eroberten und provinzialisierten Gebiete jenseits des Euphrats1, was die gespannte Situation im Orient auflockerte. In Untermoesien und in Dakien entstanden aber andere Konflikte, nämlich mit den Roxolanen bzw. mit ihren Verwandten aus der Theißebene, den Jazygen. Daß die Römer mit diesen zwei Völkerschaften schon früher vertragsmäßige Beziehungen hatten, kann als sicher gelten. Die Jazygen hatten als Verbündete der Römer zumindest am ersten dakischen Krieg Trajans teilgenommen, wie es sich aus einer Dio-Stelle ergibt2, während sich die Roxolanen am Anfang der Regierung Hadrians über die Reduzierung der Subsidien seitens der Römer beschwerten3. Hadrian erledigte persönlich die Streitfrage mit den Roxolanen, wahrscheinlich durch die Erhöhung der Subsidien. Die Aufgabe der Großen Walachei (Muntenien) und der Südmoldau – von Trajan erobert und zu seiner Zeit der Provinz Untermoesien angeschlossen – trug auch dazu bei, den Druck der Roxolanen auf die südöstliche Grenze Dakiens zu vermindern4. Der östliche Teil der Kleinen Walachei und die südöstliche Ecke Siebenbürgens– vorher ebenfalls in Untermoesien – bildeten eine neue Provinz: Dacia Inferior. Das trajanische Dakien bekam den Namen Dacia Superior, so daß das Banat jetzt Teil Oberdakiens war.
Der Konflikt mit den Jazygen konnte aber mit friedlichen Lösungen nicht beigelegt werden. Der kriegerische Charakter dieses Konfliktes kann einigermaßen durch seine Konsequenzen im römischen Lager nachvollzogen werden. Der damalige konsularische Statthalter Dakiens, C. Iulius Quadratus Bassus, starb im Jahre 117 oder Anfang des Jahres 118, als die kriegerischen Operationen schon im Gang waren5. Hadrianus ernannte einen sehr erfahrenen Ritter, Q. Marcius Turbo, zum provisorischen Statthalter der beiden betroffenen Provinzen gleichzeitig, nämlich Dakien und Unterpannonien6. Es ist wohlbekannt, daß Turbo den Titel eines praefectus Aegypti erhielt, um als Ritter die Legionen der zwei Provinzen kommandieren zu können7. Der "Fachmann" für die Unterdrückung solcher Unruhen8 konnte die Jazygen bis Ende des Jahres 118 n. Chr. besiegen und sich vielleicht dem zweiten Teil seiner Aufgabe in Dakien widmen, nämlich der Schaffung einer dritten dakischen Provinz im Norden Oberdakiens mit dem Namen Dacia Porolissensis9. Die Organisierung dieser Provinz im Nordwesten Dakiens zeigt eigentlich, wo das Hauptkriegsgebiet lag und von woher die Römer eventuelle künftige gefährliche Angriffe erwarteten.
Was den Südwesten Dakiens betrifft, war dieses Gebiet Teil der Provinz Dacia Superior, von da an eine prätorische Provinz mit der Legion XIII gemina in Apulum (Alba Iulia), da die Legion IV Flavia felix nach Obermoesien geschickt wurde. Sowohl die älteren als auch die kürzlich wiederaufgenommenen Grabungen im Legionslager von Berzovia erbrachten keine eindeutigen Hinweise auf eine eventuelle Fortsetzung der militärischen Funktion dieses Lagers nach dem Abmarsch der Legion.
Die administrative und militärische Umorganisierung Dakiens am Anfang der Regierung Hadrians bedeutete auch Änderungen in der Truppendislokation der drei neuen Provinzen. Für den Südwesten Oberdakiens stellen wir die Anwesenheit von neuen militärischen Einheiten fest. Aus Syrien wurden palmyrenische Bogenschützen gegen die ebenfalls als gute Bogen-schützen bekannten Jazygen eingesetzt. Als Belohnung für ihre Taten auf dem Schlachtfeld wurde den Palmyrenern das römische Bürgerrecht ante emerita stipendia gewährt. Dies geht aus den außergewöhnlichen oberdakischen Militärdiplomen aus den Jahren 12010 und 12611 hervor. Die Truppe wird in diesen Diplomen noch als locker organisiertes Armeekorps erwähnt: Palmyreni sagittarii ex Syria in den Diplomen des Jahres 120 und einfach Palmyreni sagittarii in denjenigen des Jahres 126. Es wurde in der Fachliteratur viel darüber debattiert, ob diese Truppe zunächst in Südwesten Dakiens tätig war, erst danach geteilt und in diesen Teilen in andere Regionen Dakiens abkommandiert wurde oder ob sie von Anfang an in mehrere Teile eingeteilt war usw.12. Logisch wäre, daß diese Palmyrener dorthin verlegt worden waren, wo man sie im Krieg gegen die Jazygen brauchte. Das gefährdete Gebiet kann damals die ganze Westgrenze Dakiens gewesen sein, so daß ihre Lokalisierung in Oberdakien durch die Militärdiplome lediglich ihren anfänglichen offiziellen Aufenthaltsort zum Zeitpunkt ihrer Ankunft dort betroffen hätte. Zu jener Zeit existierte Dacia Porolissensis wahrscheinlich noch nicht13, so daß sich die Palmyrener offiziell in der Dacia Superior befanden, obwohl Teile von ihnen schon im nördlichen Gebiet der Provinz, also in der künftigen Dacia Porolissensis, im Einsatz waren. In den folgenden Jahren blieben die palmyrenischen Bogenschützen, obwohl wahrscheinlich in mehreren Vexillationen verteilt – sicher in Tibiscum14 und Porolissum15 –, noch unter dem Oberbefehl von Iulius Severus, dem Statthalter der Dacia Superior, d.h der Provinz, in die sie ursprünglich abkommandiert wurden. Der nördliche Teil Oberdakiens wurde irgendwann zwischen 119-123 zur Dacia Porolissensis16; der palmyrenische Truppenteil aus Porolissum befand sich jetzt auf dem Gebiet der neuen Provinz, aber wahrscheinlich wurde er bis zu seiner Organisierung als Numerus während der Regierung des Antoninus Pius immer noch als Teil der ursprünglichen "Nationalmiliz" angesehen, mit Aufenthaltsort in Oberdakien, daher weiterhin unter der – eher nominellen - Autorität des oberdakischen Statthalters.
Wenigstens die Palmyrener aus Tibiscum wurden irgendwann vor dem Ende der Regierung des Antoninus Pius als ein Numerus organisiert, da eine durch einen palmyrenischen Textteil zwischen Dezember 159-Januar 160 genau datierte Inschrift17 aus Tibiscum den hiesigen numerus Palmyrenorum erwähnt. Der Numerus trug den vollen Namen numerus Palmyrenorum Tibiscensium, wie es sich aus einigen Steininschriften und den Ziegelstempeln ergibt18. Dies bedeutete eine zusätzliche Truppe in Tibiscum, neben der schon früher stationierten cohors I sagittariorum. Damit waren in diesem wichtigen Ort schon zwei Bogenschützen-Einheiten stationiert, eine Maßnahme, die gezielt gegen die Jazygen gerichtet war. Die Palmyrener hatten wahrscheinlich eine Zeit lang ihr eigenes, unmittelbar neben demjenigen der Kohorte gelegenes Kastell19.
Über die anderen Befestigungen aus dem Banat haben wir leider für die Zeit Hadrians keine eindeutigen Daten, was eventuelle Änderungen der Besatzungen oder der Baustrukturen betrifft. Es wurde die Meinung geäußert, daß die "westliche Straße" und ihre Kastelle am Anfang der Regierung Hadrians aufgegeben wurden20. Das Hauptargument dafür war das Fehlen der in nachtrajanische Zeit datierbaren archäologischen Funde in den Kastellen von dieser Straße. Zum vor 30 Jahren existierenden Stand fügen sich die zusammengestellten Ergebnisse der älteren und neueren Forschungen im Kastell von Vărădia-”Pustă" hinzu. Tatsächlich scheinen die Resultate sowohl der alten als auch der neuen Ausgrabungen von dort21 zur Schlußfolgerung zu führen, daß die Befestigung am Anfang der Regierungszeit Hadrians aufegegeben wurde, da die späteste im Kastell entdeckte Münze ins Jahr 117 datiert wird22. Kein anderes bisher in Vărădia gefundenes Datierungselement überschreitet diese Datierung. Es ist möglich, daß die Aufgabe dieser Straße nicht auch das Belassen des zwischen der "westlichen" und der "östlichen Straße" liegenden Gebietes außerhalb der Provinz bedeutete, sondern nur der Verzicht auf die Kontrolle durch auf dieser Trasse ständig stationierte Truppen. Eine wirksame Kontrolle konnte man damals auch durch die – uns unbekannten – Bedingungen des Friedensvertrages zwischen dem Reich und den Jazygen, nach dem Konflikt von den Jahren 117-118 n. Chr. erreichen, so wie durch die eventuelle Überwachung des Territoriums mittels mobile Patrouillen. Andererseits wissen wir nicht, seit wann und mit welchen Truppen die "östliche Straße" zu dieser Zeit überwacht war. Die einzige Hilfstruppe, die eventuell noch in der Zeit Hadrians hierher gelangen konnte, war die cohors VIII Raetorum, in Teregova durch Ziegelstempel belegt23, die im Jahr 129 in Inlăceni, im Osten Oberdakiens, eine Inschrift dem Kaiser Hadrian widmete24. Übrigens kann man sich eine Grenzüberwachung entlang einer sowohl nach Westen als auch nach Osten von Bergen flankierten Straße nur schwer vorstellen.
Zur Zeit des Kaisers Antoninus Pius (138-161 n. Chr.) stellen wir weitere Truppenbewegungen fest. In Tibiscum wurde eine dritte militärische Einheit stationiert, ein numerus Maurorum Tibiscensium. Dieser Numerus stammt, wie auch andere Numeri von Mauren25, wie früher auch die Palmyrener, aus einer unregelmäßigen Einheit, die glücklicherweise durch ein Militärdiplom aus dem Jahr 158 folgendermaßen bezeugt ist: vexillariis Africae et Mauretaniae Caesariensis qui sunt cum Mauris gentilibus in Dacia Superiore26. Auf dem Fragment eines anderen, ebenfalls aus der Zeit des Antoninus Pius stammenden Militärdiploms27 liest man in der 5. Zeile Mauris eq..., was als Mauris eq[u(itibus) et pedit(ibus)] aufgelöst wurde. In der 6. Zeile des inzwischen verschollenen Diplomfragments glaubte man SIA SVP lesen zu können, also [Moe]/sia Sup[eriore]. Auf der Zeichnung des Bruchstückes kann man aber genauso gut auch CIA SVP, also [Da]cia Sup[eriore] lesen, trotz der Bedenken des ersten Herausgebers dieses Diplomfragments28. Da es sich hier ebenfalls um ein Diplomfragment aus der Zeit des Antoninus Pius handelt, können wir vermuten, daß diese Mauri equites (et pedites?) identisch mit den Mauri gentiles des Jahres 158 sein könnten und das Militärdiplom einen ähnlichen außergewöhnlichen Charakter hatte, wie diejenigen für die palmyrenischen Bogenschützen aus der Zeit Hadrians (s. oben). Die Verleihung der civitas Romana an solche "nationale Milizen" war eine krasse Ausnahme und erfolgte auch in diesem Fall wahrscheinlich als Belohnung für besondere Kampftaten auf dem Schlachtfeld.
Irgendwann nach dem Jahr 158 wurden diese Mauren in mehreren Numeri organisiert, und einer von ihnen wurde nach Tibiscum verlegt. Es ist nicht völlig klar, warum die vexillarii Africae et Mauretaniae Caesariensis und die Mauri gentiles nach Dakien gekommen waren. In der Fachliteratur schreibt man diese Situation einem – wenig bekannten – Krieg des Antoninus Pius mit den freien Dakern zu. Der Konflikt wird entweder in die Jahre 155-15729 oder in den Frühjahr-Sommer des Jahres 15830 datiert . Manche Fachleute bestreiten, daß dieser Krieg stattgefunden hat, und sprechen sich hingegen für einen Krieg gegen die Roxolanen an der Grenze Unterdakiens in den ersten Regierungsjahren des Kaisers Antonius Pius aus31. Die Tatsache jedoch, daß wenigstens ein Teil von den numeri Maurorum an die westliche Grenze Oberdakiens verlegt wurden – einer, wie gesehen, nach Tibiscum, andere nach Micia und Alburnus Maior und einer nach Optatiana in Dacia Porolissensis32 -, spricht auch für eine gespannte Lage in diesem Teil der Provinz. In dieser Hinsicht glauben wir auch, daß die Palmyrener aus Tibiscum nicht zufällig gerade an der Jahreswende 159/160 zum erstenmal als Numerus erwähnt werden (s. oben). Übrigens vermutet man, daß die Mauren zur gleichen Zeit als Numeri organisiert wurden wie die Palmyrener, d.h zwischen 158-16033.
In Tibiscum wurde wahrscheinlich zu dieser Zeit oder kurz danach das große Steinkastell errichtet, um diesmal alle sich hier befindenden Truppen – cohors I sagittariorum, numerus Palmyrenorum Tibiscensium, numerus Maurorum Tibiscensium – zu beherbergen34. Eine ins Jahr 165 datierte, in den Principia des großen Kastells gefundene und von der cohors I sagittariorum errichtete Inschrift 35 bezeugt die Existenz dieses Kastells spätestens in diesem Jahr. Man weiß nicht, wie alle diese Einheiten im großen Steinkastell verteilt waren. Die besondere Form der Befestigung (der Grundriß ist nicht rechteckig, s. Abb. 7) könnte man dadurch erklären, daß das große Kastell die – mindestens – zwei schon vorhandenen, zueinander schief gelegene Kastelle umfasste und dabei die Westmauer des Numeruskastells (?) als Teil der entsprechenden Mauer des großen Kastells verwendete36.
Aus der Zeit des Kaisers Antoninus Pius stammt auch eine kaiserliche Inschrift aus Mehadia37. Der Altar ist leider nicht vollständig erhalten geblieben, und es fehlt gerade der untere Teil, wo der Dedikant zu erwarten wäre. Die Inschrift, die am Anfang des 19. Jhs. im Kastell von Mehadia entdeckt wurde, bezeugt also eine dortige Militärpräsenz im Jahr 160 (tribunizische Gewalt XXIII des Antoninus Pius), aber die Einheit bleibt leider unbekannt.
Die cohors V Gallorum et Pannoniorum equitata, die in Pojejena stationiert war (s. Kap. II, unter Pojejena), erscheint auf keinem der Militärdiplome Oberdakiens aus der Zeit des Antoninus Pius. Sie findet sich hingegen in Diplomen für die Auxiliartruppen Obermoesiens aus den Jahren 156/157, 155/159, 160 und 161 wieder38. Man vermutete die Verlegung der Kohorte nach Obermoesien oder sogar ihre Ankunft in Pojejena erst in der Zeit des Kaisers Marcus Aurelius39. Da sie später, im Jahr 179, wieder unter den (ober)dakischen Kohorten erscheint (s. unten), ist vielleicht eine andere Erklärung wahrscheinlicher, nämlich daß der obermoesische Statthalter in einer gewissen Zeitspanne – vielleicht nur unter Antoninus Pius – seine Autorität auch über das linke Donauufer ausdehnte40.
Wir verfügen über keine weiteren Informationen betreffend Änderungen im Verteidigungssystem Südwestdakiens in der Zeit des Antoninus Pius.
Unter Marcus Aurelius (161-180 n. Chr.) wurden auch die dakischen Provinzen – v.a. zwei von ihnen, Dacia Superior und Dacia Porolissensis - von den sogenannten "markomannischen" Kriegen betroffen. In dieser Region waren die Feinde natürlich die Jazygen, die sich der antirömischen Koalition angeschlossen hatten41. Daß der Südwesten Oberdakiens einer der Kriegsschauplätze war, kann als sicher gelten. Es ist wohlbekannt, daß in der Zeitspanne 168-170 die Kriegsoperationen auf diesem Gebiet von M. Claudius Fronto geführt wurden. Fronto wurde zunächst zum Statthalter Obermoesiens ernannt, danach von Obermoesien und Dacia Apulensis gleichzeitig, nachher von den drei (?) Dakien, und am Ende stand er an der Spitze der dakischen Provinzen und Obermoesiens42. Die verschiedenen Aufgaben Frontos spiegeln die aufeinanderfolgenden Etappen des Konfliktes ( Defensive – Offensive - Defensive) wieder43. Man vermutet, daß die Feinde innerhalb dieser Zeitspanne in Dakien (Oberdakien) durch das Banat eingedrungen waren und sogar Ulpia Traiana Sarmizegetusa erreicht hatten44. Es gibt tatsächlich epigraphische Zeugnisse in Tibiscum, wo z.B. ein Bürger deshalb, quod effugerit periculum, eine Inschrift dem Iuppiter Optimus Maximus Conservator widmete45. Während diese Inschrift nicht präzise genug datierbar ist, bezeugt eine andere, in Sarmizegetusa entdeckte und dem Kaiser Marcus Aurelius gewidmete Inschrift, daß die Stadt ancipiti periculo virtutibus restituta wurde46. Der Tempel des Liber Pater aus derselben Stadt, der außerhalb der Stadtmauern lag, erlitt – wahrscheinlich ebenfalls jetzt - Zerstörungen a vi hostium47. Daß nicht nur Südwestdakien angegriffen wurde, bezeugen auch die in Alburnus Maior, im Goldminendistrikt, versteckten Wachstäfelchen - das chronologisch letzte Täfelchen datiert vom 29. Mai 16748. Desgleichen deutet die Tatsache, daß die Legion V Macedonica zu dieser Zeit – das Jahr 168 – nach Potaissa, in Dacia Porolissensis verlegt wurde49, darauf hin, daß diese dakische Provinz ebenfalls vom Krieg betroffen wurde.
Wir wissen nicht genau in welchem Maße der südwestliche Teil Dakiens von den Feinden betroffen wurde. Man vermutet, daß, wenn diese Feinde sogar bis vor Ulpia Traiana Sarmizegetusa gelangten, das Verteidigungssystem im Banat und im Maroschtal zusammengebrochen ist50. In Tibiscum jedenfalls konnte man archäologische Spuren von Zerstörungen sowohl an den Kastellmauern51 als auch im Kastellvicus52 feststellen, ohne sie aber sehr genau datieren zu können. Auch im großen Kastell von Micia hat man Zerstörungen festgestellt53, was bedeuten muß, daß die – wahrscheinlich schwach bemannten – Wachposten entlang der Straße im Maroschtal den Angreifern nicht Stand halten konnten.
Einige indirekte Informationen über die Umstände des Krieges in dieser Region könnten vielleicht auch aus einigen Bestimmungen der verschiedenen Friedensverträge zwischen Römern und Barbaren gewonnen werden. So erfahren wir, daß die Jazygen den Römern in einer gewissen Etappe des Krieges gefährlicher erschienen als die anderen Feinde, da ihnen, als sie – wahrscheinlich im Jahre 175 - um Frieden baten, der Kaiser schwerere Friedensbedingungen aufzwang als z. B. den Markomannen. Die Jazygen mußten demnach außer den den übrigen Völkern gestellten Bedingungen eine doppelt so große siedlungsfreie Zone im Donauvorfeld einhalten wie die anderen Völker54. Da sie den Römern nach diesem Vertrag jedoch sehr hilfreich waren (u.a. wahrscheinlich auch durch die 8000 Reiter, die sie den Römern zur Verfügung stellten)55, wurden ihnen einige Vetragserleichterungen zugesagt. Sie mußten trotzdem weiterhin einige Regeln bezüglich ihrer Versammlungen – die wahrscheinlich von den Römern genehmigt und überwacht wurden56 - einhalten und durften ihre eigene Boote auf der Donau nicht benutzen; desgleichen durften sie auf den Donauinseln nicht landen. Es wurde ihnen jedoch erlaubt, mit den Roxolanen über Dakien, wenn sie die Genehmigung dessen Statthalter erhielten, Handel zu treiben57. Die extra große siedlungsfreie Zone zur Donau, welche die Jazygen einhalten mußten, könnte bedeuten, daß sie, als vorzügliches Reitervolk, schneller als andere die römische Grenzabwehr überraschen konnten. Sie hatten dies wahrscheinlich während des Krieges getan. Daß sie nicht mehr die eigenen Boote auf der Donau verwenden durften und ihnen die Landung auf den Donauinseln verboten wurde, legt die Vermutung nahe, daß dies gängige Praxis gewesen war. Die Römer wollten wahrscheinlich künftig vermeiden, daß die Jazygen auf diesen strategisch wichtigen Inseln, von denen aus ein guter Teil des Schiffsverkehrs auf der Donau kontrolliert werden konnte, Fuß fassten. Solche Insel gab es – und gibt es heute noch – sowohl im pannonischen als auch im obermoesich-dakischen Teil des Stromes. Es ist wahrscheinlich, daß die Jazygen auch während des Krieges feindliche Aktionen von der Donau und ihren Inseln aus betrieben hatten. Auf diesen Inseln und im Grenzvorfeld hatten andererseits wahrscheinlich auch unautorisierte Versammlungen und Märkte stattgefunden58, was auch ein Grund für diese Maßnahmen seitens der Römer gewesen sein könnte.
Die Römer zogen jedenfalls einige Schlußfolgerungen aus diesen Ereignissen. Über die der Verlegung der Legion V Macedonica nach Potaissa hinaus wurden die drei dakischen Provinzen, seit Hadrian selbständig, unter die Führung eines einzigen Statthalter gestellt. Dieser verfügte über zwei Legionen und war somit ein vir consularis. Die drei dakischen Provinzen waren von dann an nur noch Finanzsprengel unter den Namen Dacia Porolissensis, Dacia Apulensis und Dacia Malvensis – d.h. nur die nördliche Provinz behielt weiterhin ihren ursprünglichen Namen auch als Finanzbezirk -, aber es scheint, daß die alten Bezeichnungen Dacia Superior und Dacia Inferior fortlebten, wenn es darum ging, die Truppen nach militärischen Bezirken in den Militärdiplomen aufzulisten. Auf jeden Fall belegt das Diplom vom 1. April 179 das Fortleben der Bezeichnung Dacia Superior, um eine Zeit, als der künftige Kaiser P. Helvius Pertinax als Statthalter Dakiens – d.h. aller drei früheren dakischen Provinzen - fungierte59. Die Statthalter trugen immerhin den Titel legatus Augusti pro praetore Daciarum trium oder consularis III Daciarum, was einerseits bezeugt, daß sie das Imperium und die Jurisdiktion in allen früher selbständigen dakischen Provinzen ausübten und andererseits, daß es noch die drei militärischen Bezirke gab60. Der – wesentliche – Unterschied war also, daß dem konsularen Legat jetzt alle dakische Gebiete unterstanden61.
Was die Auxiliareinheiten aus Südwestdakien am Ende der Regierung des Marcus Aurelius betrifft, eine wichtige Quelle ist eben das oben erwähnte Diplom vom Jahr 179. Die Urkunde listet einige Hilfstruppen aus der Dacia Superior auf, und manche davon waren schon früher im Banat stationiert. So ist die cohors V Gallorum et Pannoniorum equitata, die Kohorte aus Pojejena. Wir können annehmen, daß diese Kohorte weiterhin in ihrem Kastell stationiert war (s. oben). Eine andere Kohorte aus diesem Gebiet, die auch auf dem Diplom von 179 auftaucht, ist die cohors I Vindelicorum milliaria c.R. pia fidelis. Im Lichte der neuesten Ergebnisse der Ausgrabungen im Kastell von Vărădia scheint es immer unwahrscheinlicher, daß sie zu dieser Zeit immer noch in diesem Kastell stationiert war (s. Kap. II, unter Vărădia)62.
In Tibiscum gibt es auch keine Indizien für eine Änderung der Besatzung in der Zeit Mark Aurels , nachdem sich der numerus Maurorum Tibiscensium am Ende der Regierungszeit des Antoninus Pius den schon dort stationierten Truppen cohors I sagittariorum und numerus Palmyrenorum Tibiscensium anschloss (s. oben). Leider erscheint die Bogenschützenkohorte auf keinem bekannten Militärdiplom für Dakien.
In Teregova können wir weiterhin mit cohors VIII Raetorum rechnen. Diese Einheit erscheint auf dem Diplom von 179 unter den Kohorten aus Oberdakien63, und es gibt keinen Grund, einen Standortwechsel zu dieser Zeit zu vermuten.
Die Verlegung der in diesem Diplom zum ersten Mal erwähnten cohors III Delmatarum nach Mehadia wird erst für die Zeit der "Markomannenkriege” angenommen64. Dies ist allerdings nur eine Möglichkeit, da die datierbaren Inschriften dieser Kohorte in Mehadia aus dem 3. Jh. stammen65. Ihre Ziegelstempel wurden aber in Mehadia gefunden, außer einem Exemplar aus Moldova Nouă an der Donau66. So kann man mit gewisser Sicherheit annehmen, daß diese Kohorte in der Zeit Mark Aurels in Mehadia stationiert war.
Die – relativ wenigen – Daten, die wir über das Verteidi-gungssystem in Südwestdakien in der Zeit der "Markomannenkriege” haben, führen zur vorsichtigen Schlußfolgerung, daß diese Kriege keine wesentlichen Änderungen in der Zusammensetzung der Auxiliar-truppen in dieser Region bewirkten67. Die Entlassung von Auxiliarsoldaten einschließlich solcher aus Einheiten aus Südwest-dakien im Jahr 179 bedeutet, daß zu jener Zeit die direkte Gefahr für diese Gebiete vorüber war. Tatsächlich datiert man den endgültigen Friedensschluss der Römer mit den Jazygen ins Jahr 17968.
Weitere Friedensverträge mit den nördlichen Feinden wurden bekanntlich nach dem Tode Mark Aurels von seinem Sohn Commodus (180-192 n. Chr.) geschlossen69. Keiner dieser letzten Verträge scheint direkt den Südwesten Dakiens betroffen zu haben. Die 12000 Daker, denen der dakische Statthalter C. Vettius Sabinianus Iulius Hospes die receptio in die Provinz versprach70 (und vielleicht auch gewährte), scheinen eher nordwestlich oder nördlich vom römischen Dakien gewohnt zu haben71.
Ziemlich unklar sind eine expeditio Sarmatica und eine expeditio Burica des Commodus, die im Jahre 185 stattgefunden hätten72. Eine Strafexpedition gegen die Jazygen scheint jedoch stattgefunden zu haben, wahrscheinlich wegen der Raubzüge von kleineren Gruppen in die mit ihnen benachbarten Provinzen, wie sie einige Inschriften aus Unterpannonien dokumentieren73. Was Dakien betrifft, scheinen diese Kämpfe gegen die Jazygen von zwei Persönlichkeiten geführt gewesen zu sein, die später berühmt geworden sind: L. Pescennius Niger und D. Clodius Albinus74.
I. Piso nimmt eine dakische Statthalterschaft des Pescennius Niger in den Jahren ?182-?183/184 an75. Clodius Albinus wäre zur gleichen Zeit (?182-?184) Legat der Legion V Macedonica aus Potaissa gewesen76. Dies könnte angesichts des Standortes der Legion bedeuten, daß der Schwerpunkt der Kämpfe nicht vor der südwestlichen, sondern gegenüber der nordwestlichen Grenze Dakiens (d.h. vor Dacia Porolissensis) lag77.
Es gibt keine Informationen über Änderungen in der Zusammensetzung oder in der Lokalisierung der Auxiliarverbände aus Südwestdakien unter Commodus, vielleicht eben deshalb, weil in dieser Region jetzt keine mehr aus militärischen Gesichstpunkt besondere Ereignisse stattgefunden haben.


Note:
1 SHA, Hadr., 5.
2 Cassius Dio, LXVIII, 10.
3 SHA, Hadr., 6.
4 Vgl. auch I. Piso, Fasti provinciae Daciae, Bonn 1993, S. 30 f.
5 I.I. Russu, Dacia şi Pannonia Inferior în lumina diplomei militare din anul 123, Bucureşti 1973, S. 37 f; für die Datierung des Todes von Bassus, s. auch I. Piso, a.a.O. (Anm. 4), S. 28.
6 SHA, Hadr., 6; IDR I, D VII(123 n. Chr.)
7 SHA, Hadr., 7; s. v. a. die Erklärungen von G. Alföldy, Marcius Turbo, Septicius Clarus, Sueton und die Historia Augusta, ZPE, 36, 1979, 239 ff und die Ausführungen von I. Piso, a.a.O. (Anm. 4), S.31 f.
8 Seine Tätigkeit in Cyrenaica und Zypern bzw. in Mauretania ist ebenfalls wohlbekannt: SHA, Hadr., 5 u. 6
9 Zum ersten Mal im bekannten und vieldiskutierten Militärdiplom aus dem Jahr 123 für Truppen aus Pannonia Inferior und Dacia Porolissensis erwähnt (IDR I, D VII; I.I. Russu, a.a.O. – Anm. 5).
10 IDR I, D V und D VI.
11 IDR I, D VIII und D IX.
12 S. C.C. Petolescu, Palmyreni Sagittarii qui sunt in Dacia Superiore, in SCIVA, 30, 1, 1979, S. 106 ff; E. Nemeth, Die Numeri im römischen Heer Dakiens, in EphNap, VII, 1997, S. 102 f.
13 S. I. Piso, Fasti... (Anm. 4), S. 34.
14 S. die Rekonstruktion einer fragmentarischen Inschrift von Tibiscum aus der Zeit des Antoninus Pius, wo die Palmyrener als vexillatio Palmyrenorum erscheinen, bei I. Piso, D. Benea, Epigraphica Tibiscensia, in ActaMN, 36, I, 1999, S. 91-96.
15 S. die von Petolescu, a.a.O. (Anm. 12), S. 105ff und in Unităţile auxiliare din Dacia Romană, in SCIVA, 47, 1, 1996, S. 31 zitierte Inschrift aus Palmyra (AE, 1947, 170), welche die Palmyrener des "ersten Vexillum" (p??tó? d?e??????) aus Porolissum ihrem Präfekten T. Aelius... (?. ??????...) widmen.
16 S. Anm. 13.
17 IDR III/1, 167.18
19 IDR III/1, 135, 153, 165 – Steininschriften; 256 – Ziegelstempel NPT in Ligatur.
20 S. D. Benea, P. Bona, Tibiscum, BucureÅŸti 1994, S. 36-37.
20 D. Protase, Legiunea IIII Flavia la nordul Dunării şi apartenenţa Banatului şi Olteniei de vest la provincia Dacia, in ActaMN, IV, 1967, S. 67; ders., unverändert, in Orizonturi daco-romane, Cluj-Napoca 1995, S. 114-116; ders., Castrul roman de la Surducul Mare (jud. Caraş-Severin), in Banatica, III, 1975, S. 348; ders., unverändert, in Orizonturi daco-romane, S. 243.
21 S. E. Nemeth, Die neuen Ausgrabungen im römischen Kastell von Vărădia-"Pustă", im Aktenband des 19. Internationalen Limeskongresses, September 2003, Pécs, Ungarn (in Vorbereitung).
22 Cohen, II, 259; RIC, II, S. 405, Typ 535a oder b, von Gr. Florescu in der Ausgrabung des Jahres 1932 gefunden, s. Istros, I, 1934, S. 71.
23 IDR III/1, 114.
24 IDR III/4, 263.
25 S. u.a C.C. Petolescu, Unităţile militare din Dacia romană (III), in SCIVA, 47, 1, 1996, S. 26-29; ders., Auxilia Daciae, Bucureşti 2002, 134 ff; E. Nemeth, Die Numeri im römischen Heer Dakiens, in EphNap, VII, 1997, S. 103-105.
26 IDR I, D XVI.
27 IDR I, D XXIX.
28 S. IDR I, S. 162.
29 D. Benea, Numerus Maurorum Tibiscensium. Contribuţii la istoria trupelor de mauri din Dacia, in Banatica, VIII, 1985, S. 142 f. Im Jahre 157 sind die inoffiziellen Beinamen Dacicus und Germanicus für Antoninus Pius bezeugt, s. D. Kienast, Römische Kaisertabelle312, Darmstadt 1996, S. 135.
30 I. Piso, Fasti... (Anm. 4), S. 70 f, wo unter den Gegnern der Römer in diesem Krieg auch die Jazygen vermutet werden.
31 S. C.C. Petolescu, Varia Daco-Romana (XVII). Dacia la începutul domniei lui Antoninus Pius, in Thraco-Dacica, XIV, 1-2, 1993, S. 159-162.
32 In Micia (= Veţel, Kr. Hunedoara) stand der numerus Maurorum Miciensium und in Alburnus Maior (=Roşia Montană oder Abrud, Kr. Alba, zwei sehr nah zueinander gelegenen Ortschaften im Goldbergwerke-Gebiet der Westkarpaten) der numerus Maurorum Hisp(anensium?), der vielleicht nicht aus diesen Mauri gentiles hervorgegangen ist; in Optatiana (=Sutor, Kr. Sălaj) der numerus Maurorum Optatianensium. S. C. C. Petolescu, Unităţile auxiliare din Dacia Romană (III), in SCIVA, 47, 1, 1996, S. 28-30; ders., Auxilia Daciae, S. 134 ff; E. Nemeth, Die Numeri im römischen Heer Dakiens, in EphNap, VII, 1997, S. 103-105.
33 D. Benea, a.a.O. (Anm. 29), S. 143; E. Nemeth, Despre organizarea unor numeri din Dacia Porolissensis, in StudIstBan, XVI, 1992 (1993), S. 84; ders. a.a.O.(Anm. 32), S. 104.
34 D. Benea, P. Bona, a.a.O. (Anm. 19), S. 38.
35 IDR III/1, 130.
36 D. Benea, P. Bona, a.a.O. (Anm. 19), S. 38.
37 IDR III/1, 75.
38 Von C. C. Petolescu, Auxilia (Anm. 25), S. 108 mit Anm. 5 signaliertes Diplom; AE, 1998, 1617; CIL XVI, 111; RMD I, 55.
39 C. C. Petolescu, Unităţile auxiliare din Dacia romană (II), in SCIVA, 46, 3-4, 1995, S. 258 mit Anm. 593.
40 I. Piso, D. Benea, Das Militärdiplom von Drobeta, in ZPE, 56, 1984, S. 282-284; in einer ähnlichen Lage befand sich die cohors III Campestris von Drobeta, s. ebenda, S. 288 f; W. Eck et al. bieten neulich auch eine andere mögliche Erklärung, nämlich, daß es mehrere gleichnamige, jedoch unterschiedliche Hilfstruppen in verschiedenen Provinzen gleichzeitig geben konnte; sie konnten sich aus Teilungen der ursprünglichen Truppe und Ergänzungen der resultierten Teile bis zu eigenständigen Einheiten ergeben, s. W. Eck, D. MacDonald, A. Pangerl, Neue Diplome für Auxiliartruppen in den dakischen Provinzen, ActaMN, 38/I, 2001 (2003), S. 33 mit Anm. 23; vgl. auch C. C. Petolescu, Auxilia (Anm. 25), S. 108: "Dies bedeutet, daß es sich um zwei unterschiedliche Truppen handelt...".
41 Cassius Dio, LXXI, 3; SHA, Vita Marci Antonini, 22, 1. S. A. Vaday, Die sarmatischen Denkmäler des Komitats Szolnok, Antaeus 17-18, Budapest 1989, S. 205-207; M. Moga, D. Benea, Tibiscum şi războaiele marcomanice, in Tibiscus, V, 1978, S. 136 ff; I. Piso, Fasti...(Anm. 4), S. 101.
42 CIL VI 1337=31640; IDR III/2, 90.
43 S. die einwandfreie Deutung dieser Etappen bei I. Piso, Fasti (Anm. 4), S. 97-102.
44 Die Argumente dafür bei M. Moga, D. Benea, a.a.O. (Anm. 41), S. 135 ff; I. Piso, Fasti... (Anm. 4), S. 101.
45 IDR III/1, 138a. S. die ausführliche Analyse der Inschrift bei M. Moga, D. Benea, a.a.O. (Anm. 41), S. 133 ff.
46 IDR III/2, 76.
47 IDR III/2, 11.
48 IDR I, TabCerD XIII.
49 M. Bărbulescu, Din istoria militară a Daciei romane. Legiunea V Macedonica şi castrul de la Potaissa, Cluj-Napoca 1987, S. 23; S. auch A. Mócsy, Pannonia and Upper Moesia. A History of the Middle Danube Provinces of the Roman Empire, London-Boston 1974, S. 187.
50 I. Piso, Fasti..., S. 101.
51 M. Moga, D. Benea, a.a.O. (Anm. 41), S. 136.
52 D. Benea, P. Bona, a.a.O. (Anm. 19), S. 21 f.
53 I. Piso, Fasti...(Anm. 4), S. 101.
54 Cassius Dio, LXXI, 16; ebenda spricht Dio von den großen Schäden, die die Jazygen den Römern zufügten und von der – letztendlich nicht in die Tat umgesetzten - Absicht des Kaisers, sie völlig zu vernichten.
55 Ebenda.
56 Analogie mit der etwas später, unter Commodus belegten Situation, die von Cassius Dio, LXXII, 2 dargestellt wird.
57 Cassius Dio, LXXI, 19.
58 Vgl. A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 49), S. 197.
59 I. Piso, D. Benea, Das Militärdiplom von Drobeta, in ZPE, 56, 1984, S. 263-295 (= RMD II, 123).
60 S. ebenda, S. 274.
61 Für die Verwaltung Dakiens ab Marcus Aurelius, s. I. Piso, Fasti..., S. 82 ff.
62 D. Benea, P. Bona, a.a.O. (Anm. 19), S. 57 vermuteten noch eine Verlegung der Kohorte nach Tibiscum erst am Ende des 2. und am Anfang des 3. Jh. Vgl. D. Benea, Die cohors I Vindelicorum 8 c.R.. p. f. in Dakien, in Römische Geschichte, Altertumskunde und Epigraphik. Festschrift für Artur Betz zur Vollendung seines 80. Lebensjahres, Wien 1985, S. 51.
63 I. Piso, D. Benea, Das Militärdiplom von Drobeta, in ZPE, 56, 1984, S. 287 f.
64 Ebenda, S. 280; Vgl. C. C. Petolescu, a.a.O. (Anm. 39), S. 254 und Anm. 515; Petolescu vermutete die Aufstellung dieser Kohorte erst zur Zeit Mark Aurels, eine Hypothese die er in seinem neuen Beitrag Auxilia Daciae (Anm. 25), S. 102 f nicht wieder aufnimmt.
65 IDR III/1, 76 ( Iulia Mamaea und Severus Alexander); 77 (Valerianus und Gallienus).
66 IDR III/1, S. 55.
67 Vgl. I. Piso, D. Benea, a.a.O. (Anm. 63), S. 295.
68 S. M. Stahl, Zwischen Abgrenzung und Integration: Die Verträge der Kaiser Mark Aurel und Commodus mit den Völkern jenseits der Donau, in Chiron, 19, 1989, S. 305.
69 Cassius Dio, LXXII, 2 – mit den Markomannen und Quaden; 3 – mit den Buren und freien Dakern. S. M. Stahl, a.a.O. (Anm. 68), S. 306.
70 Cassius Dio, LXXII, 3.
71 Vgl. C. Opreanu, Dacia romană şi Barbaricum, Timişoara 1998, S. 71 f.
72 D. Kienast, Römische Kaisertabelle752 , Darmstadt 1996, S. 147; vgl. aber meine Anm. 74.
73 RIU, 1127-1137; A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 49), S. 196 f; es handelt sich um Bauinschriften von burgi am Donauufer, welche den illegalen Grenzübertritt der latrunculi verhindern sollten.
74 Cassius Dio, LXXII, 8, der von den Kämpfen gegen die "Barbaren, die jenseits der Grenzen Dakiens wohnten", in denen sich Albinus und Niger ausgezeichnet haben, spricht. Vgl. SHA, Comm., 6 - militärische Erfolge anderer Kommandeure in Sarmatia, die Perennis seinem Sohn zuschrieb, was bedeutet, daß die Kämpfe noch vor dem Sturz des Perennis im Frühjahr des Jahres 185 stattgefunden haben. Die Erbauung von burgi und praesidia an der ripa Pannonica im Jahr 185 (s. die vorangehende Anmerkung) konnte eine Folgemaßnahme dieser Kämpfe gewesen sein.
75 I. Piso, Fasti, Nr. 27, S. 137-141.
76 Ebenda, Nr.68, S. 267-269.
77 Dies scheint durch den Ort wo eine Victoriae Commodi gewidmete Inschrift – IDR III/3, 334 - errichtet wurde, nämlich in Ampelum (Zlatna), bestätigt zu sein; s. dazu I. Piso, Fasti, S. 139.



ARMATA ÎN SUD-VESTUL DACIEI ROMANE / DIE ARMEE IM SÜDWESTEN DES RÖMISCHEN DAKIEN
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