EDUARD NEMETH
ARMATA ÎN SUD-VESTUL DACIEI ROMANE / DIE ARMEE IM SÜDWESTEN DES RÖMISCHEN DAKIEN


KAPITEL IV.
VON DEN SEVERERN BIS AURELIAN

Versiunea română - Rumänische Fassung

Während der Regierungszeit des Septimius Severus (193-211 n. Chr.) ist die Dislokation der im Banat stationierten Auxiliartruppen wahrscheinlich dieselbe geblieben. Die einzige mögliche Änderung in dieser Hinsicht könnte vielleicht die Ablösung der cohors I sagittariorum von Tibiscum durch die cohors I Vindelicorum. Der einzige bekannte mögliche frühere Aufenthaltsort dieser Kohorte war das Kastell von Vărădia-"Pustă", woher sie aber - gemäß den neueren dortigen Ausgrabungen - am Anfang der Regierungszeit Hadrians weggegangen zu sein scheint (s. Kap. II unter Vărădia und Kap. III, für die Zeit Hadrians). Bisher hat man die Versutzung der Vindelikerkohorte nach Tibiscum frühestens am Ende des 2. Jh.1 datiert. So gibt es eine ziemlich lange Zeitspanne zwischen dem Anfang der Regierungszeit Hadrians und dem Ende des 2. Jh. für die wir den Stationierungsort dieser Kohorte nicht kennen.
Wie dem auch sei: Die Kohorte der Vindelici ist in den Jahren 200-202/203 in Tibiscum belegt, als sie unter ihrem tribunus Septimius Diomedes und unter der Schirmherrschaft des Konsulars der Tres Daciae, L. Octavius Iulianus, ein älteres Apolloheiligtum in der Nähe des Kastells wiederaufbauten2. Nicht so genau datierbar ist eine im 19. Jh. entdeckte und sofort wieder verlorengegangene Inschrift aus Micia, welche die Namen mehrerer Hilfstruppen aus Oberdakien beinhaltet3. Die Lesung ist sehr schwierig, da der im CIL erhaltene Text viele Lücken und Ligaturen aufweist. Der dem Iuppiter Optimus Maximus geweihte Altar wurde allem Anschein nach für das Wohlbefinden des Septimius Severus und seiner Söhne errichtet. Unter den Einheiten, die als Dedikanten erscheinen, waren auch solche aus Südwestdakien: cohors sagittariorum (?), cohors I Vindelicorum, numerus Maurorum Tibiscensium. Die anderen Truppen scheinen die folgenden gewesen zu sein (die epigraphischen Ergänzungen sind hier nicht angegeben): ala I Batavorum 8 aus Războieni (im Norden Oberdakiens, am Oberlauf der Marosch), ala I Hispanorum Campagonum (die "Gastgeber"-Truppe, in Micia stationiert), cohors II Flavia Commagenorum (ebenfalls in Micia stationiert), cohors I Alpinorum, die in Călugăreni und Sărăţeni, an der Ostgrenze Oberdakiens, stationiert war, numerus Germanicianorum aus Orăştioara de Sus (unweit südöstlich von Micia ) und numerus campistrorum (?) , dessen Existenz in Dakien gar nicht sicher ist4. Diese beeindruckende Konzentrierung von militärischen Kräften konnte keinesfalls für Bautätigkeiten stattgefunden haben5. Es ist wahr, daß der Altar nicht einer Sieges- oder kriegerischen Gottheit wie etwa Victoria oder Mars errichtet wurde, aber es ist schwer, einen anderen Grund für diese gemeinsame Dedikation so vieler Vexillationen zu finden, als eine kriegerische Gefahr. Offensichtlich drohte diese Gefahr vom Westen, da man das große Kastell von Micia als Versammlungsort gewählt hat6. Näheres über diesen vermuteten Konflikt kann bislang nicht gesagt werden.
In die Zeit der Alleinherrschaft des Caracalla (211-217 n. Chr.) datiert eine dem Apollo Conservator geweihte Inschrift, deren Bruchstücke am selben Ort in der Nähe von Tibiscum gefunden wurden, wie die eingangs erwähnte Inschrift7. Die der Form nach etwas sonderbare Inschrift (eine runde Marmorplatte) enthält zwar nur die Namen des Kaisers, des dakischen Statthalters L. Marius Perpetuus und des Tribuns P. Aelius Gemellus, und nicht die Bezeichnung der Kohorte, aber daß es sich um die cohors I Vindelicorum milliaria handelte, darf als sicher gelten8. Die Inschrift wurde von I. Piso und P. Rogozea ins Jahr 213 datiert, als Caracalla krank wurde und mehrere heilende Gottheiten zur Hilfe rief 9.
Der kaiserliche Besuch Caracallas vom Jahr 21310 scheint mit dem Südwesten Dakiens nicht direkt zu tun gehabt zu haben11. Die oben genannte Inschrift ist die einzige auf diesem Gebiet, die in die Zeit der Alleinherrschaft Caracallas datiert wird und scheint - wie gesehen - eher einen anderen Charakter zu haben. Die meisten Ehreninschriften für ihn und seine Mutter Iulia Domna kamen im Nordwesten und Norden der Provinz zum Vorschein12. In Porolissum wurden, außer Inschriften, auch bronzene Statuen in übernatürlicher Größe, die den berittenen Caracalla und Iulia Domna darstellten, aufgestellt13. Der Kaiser hat sich also wahrscheinlich in diesen Regionen aufgehalten, wo er auch verschiedene Konflikte an der Grenze löste14. Er ist übrigens aus Pannonien gekommen, wo er im nordöstlichen Bereich der Provinz tätig war und die bekannte Änderung der Provinzgrenze zwischen Ober- und Unterpannonien einleitete15. Allerdings gibt es auch in Südwestdakien die üblichen Anzeichen der Gunst der Severer den Armeen aus den Donauprovinzen gegenüber16, wie z. B. die Verleihung des Beinamens Antoniniana, der wahrscheinlich auch der cohors I Vindelicorum aus Tibiscum beigelegt wurde17, oder des Beinamens Alexandriana, der für die cohors III Delmatarum milliaria equitata aus Mehadia in einer der Iulia Mamaea gewidmeten Inschrift belegt ist18. Hinweise auf eventuelle Änderungen in der Zusammensetzung oder Dislokation der Auxiliarverbände auf diesem Gebiet unter den letzten Severen gibt es nicht.
Während der Regierung des Maximinus Thrax (235-238) werden Kriege gegen die Sarmaten und Daker verzeichnet19. Die Kämpfe gegen die Sarmaten hätten danach im Jahr 236 begonnen20, aber es wurden auch Zweifel geäußert, ob es sich unbedingt um Sarmaten handelte. A. Mócsy war der Meinung, daß dieser Krieg Unterpannonien betraf und daß ein Sieg an der ripa Sarmatica dieser Provinz den Kaisern die Titulatur Sarmaticus einbrachte, gleichgültig, ob die Feinde tatsächlich Sarmaten waren oder nicht21. Trotzdem werden die "Sauromaten" namentlich in der von Herodian dem Maximinus Thrax zugeschriebene Rede erwähnt22. Was einen Krieg gegen die (freien) Daker anbelangt, haben wir noch weniger Informationen. Beim gegenwärtigen Stand der Kenntnisse ist der Kriegsschauplatz unmöglich zu lokalisieren. Es wurden Vermutungen geäußert, daß es sich um die Region nördlich und nordöstlich von Dakien handelte23. Andere Fachleute sprechen von Gebieten westlich und nördlich von der Provinz Dakien24. D. Benea glaubt, daß die zwei Kriege aufeinander folgten, zuerst der Krieg gegen die "freien Daker" im Sommer des Jahres 236, danach der Feldzug gegen die Jazygen und Daker aus der Ebene zwischen dem Temesch und der Donau im Jahr 23725. An der Expedition gegen die Jazygen dürften auch Truppen aus Südwestdakien teilgenommen haben; einen eindeutigen Beweis haben wir jedoch nicht. Aus der Zeit des Maximinus Thrax gibt es wenige epigraphische Zeugnisse in Dakien insgesamt, besonders wenige im südwestlichen Teil der Provinz. In Tibiscum wurden mehrere Inschriftenfragmente entdeckt, die, wenn sie tatsächlich zusammen gehören, eine Dedikation der cohors I Vindelicorum 8 an Iupiter Optimus Maximus für das Wohl des Konsulars der drei Dakien aus den Jahren ?237-238, Q. Iulius Licinianus darstellen könnten26. Ob eine Votivsäule an Mars Augustus aus Tibiscum mit eradierten Namen von zwei Kaisern27 ebenfalls aus dieser Zeit stammt, ist nicht sicher. Wenn dies so wäre, könnte diese Inschrift einen kriegerischen Erfolg der zwei Kaiser (Maximinus Thrax und seines Sohns) verzeichnen, der eben der Feldzug gegen die Jazygen sein könnte28.
Dem Kaiser Gordian III. (238-244) wurde in Tibiscum ein Monument mit Inschrift errichtet29. Auf dem fragmentarisch erhaltene Denkmal ist der Name des Dedikantes nicht mehr zu lesen, aber wir können annehmen, daß es eine der Auxiliareinheiten aus dem großen Lager war (cohors I Vindelicorum milliaria, numerus Palmyrenorum Tibiscensium oder numerus Maurorum Tibiscensium). Das Inschriftenfragment wurde in der basilica der principia des Kastells von Tibiscum gefunden30. Andere Informationen betreffend den südwestlichen Teil Dakiens zur Zeit Gordians III. haben wir nicht.
Philippus Arabs (244-249) hat offenbar auch wenig mit diesem Teil Dakiens zu tun gehabt, denn er mußte sich schon im Herbst des Jahres 245 nach Südostdakien begeben, wo seine Anwesenheit in Aquae (heute Cioroiul Nou) bezeugt ist31. An der Südostgrenze Dakiens mußte er gegen die Karpen kämpfen (246-247). Für den Sieg gegen dieses Volk nahm der Kaiser Ende 247 den Siegestitel Carpicus maximus an32.
Unter den folgenden Kaisern mußten sich die römischen Kräfte weiterhin auf die Gefahr seitens der Karpen und, vor allem, der Goten konzentrieren. Die Kommandozentrale für die Kriege in dieser Region wurde in Sirmium33, unweit also von Obermoesien und Südwestdakien, etabliert, doch beginnend mit der Mitte des 3. Jhs. waren der südöstliche Teil Dakiens und Untermoesien die meistgefährdetsten Gebiete. Traianus Decius (249-251) fiel, zusammen mit seinem ältesten Sohn Herennius Etruscus, in der Schlacht von Abrittus, in der Moesia Inferior, gegen die Goten. Vorher aber konnte er wahrscheinlich Dakien von den Feinden befreien, da er in einer Inschrift aus Apulum restitutor Daciarum genannt wird34. Der Siegestitel Dacicus maximus - wenn auch inoffiziell - ist ebenfalls inschriftlich belegt35. Ob diese Ereignisse in irgendeiner Weise Südwestdakien betroffen haben, ist ungewiß. Der Beiname wird in der neueren Fachliteratur auf den Sieg des Decius über die Karpen im Westen Untermoesiens und ihre Vertreibung über die Donau, durch Süddakien, im Sommer des Jahres 250 zurückgeführt36. Die benachbarte Provinz Obermoesien besaß jedenfalls eine erhebliche Anzahl von Truppen zu dieser Zeit und wurde das Sprungbrett für die Thronbesteigung des Trebonianus Gallus (251-253) und des Aemilianus (253), beide Statthalter von Moesia Superior - eigentlich Kommandeure der vereinten Kräfte aus den Provinzen der mittleren und unteren Donau37 -, als sie zu Kaisern proklamiert wurden38. Diese Truppenkonzentrierung in der Region war vermutlich auch ein Grund, warum Obermoesien und Südwestdakien von den Angriffen der Feinde kaum betroffen wurden.
In der Zeit der Kaiser Valerianus (253-260) und Gallienus (253-268) gab es weiterhin Angriffe der Barbaren-Koalitionen. Während Valerianus die Führung des Krieges im Osten des Reiches übernahm (wo er übrigens 260 von dem Perserkönig Shapur I. gefangengenommen wurde), mußte sich sein Sohn Gallienus mit den Problemen im europäischen Teil des Imperium Romanum auseinandersetzen. Die Konfrontationen in Dakien und in der Nachbarschaft sind nicht sehr gut bekannt und datiert. Wir möchten nur diejenige Elemente hervorheben, die eine Verbindung mit dem Banat oder den unmittelbar benachbarten Gebieten gehabt haben könnten. So ist für Gallienus der Siegestitel Dacicus maximus im Jahr 257 belegt39. Es ist aber schwer zu sagen, wo sich die Ereignisse, die zu diesen Beinamen führten, abgespielt haben. Andererseits erwähnen die literarischen Quellen Angriffe der Quaden und Sarmaten in Pannonien40. Diese Ereignisse spiegeln sich auch in den versteckten Münzhorten aus Pannonien und Moesien, die mit Münzen der Jahre 258-260 enden41. Die Methode, Oberbefehlshaber von vereinten Truppen aus mehreren Donauprovinzen mit dem Sitz in Sirmium zu ernennen (s. Anm. 33), erwies sich zwar für die Abwehr gegen Feinde von Außen wirkungsvoll, für die innere politische Stabilität aber katastrophal, da - ähnlich wie im Fall von Pacatianus, Traianus Decius oder Aemilianus, welche von dieser Stellung aus auf den Thron gelangten oder ihn zu erlangen versuchten -, dieses Kommando eine Quelle von Usurpationen war42. Solches geschah im Falle von Ingenuus und Regalianus, die im Jahr 260 in dieser Region von der Armee zu Augusti ausgerufen wurden43.
Im südwestlichen Teil Dakiens - wie auch übrigens in der ganzen Provinz - sind die in diese Zeit datierbaren Informationen relativ spärlich. Es gibt trotzdem eine wichtige Inschrift aus dem Auxiliarkastell von Mehadia, welche die Beinamen Valeriana Galliena der dort stationierten cohors III Delmatarum 8 dokumentiert44. Die Inschrift ist eigentlich sowohl dem Valerianus senior als auch dem Gallienus gewidmet, obwohl am Anfang nur der Sohn namentlich erwähnt wird. Die beiden Beinamen der Kohorte und die Schlußformel devota numini maiestatique eorum beweisen, daß es sich um eine Zeit vor dem Sommer des Jahres 260 handelt. Durch die Angabe cons. III des Gallienus aus dem Jahr 25745 datiert sich die Inschrift also zwischen 257-260.
Ebenfalls in Mehadia kamen interessante Ziegelstempel zum Vorschein. So fand man Stempel der dakischen Legionen XIII gemina und V Macedonica46, von denen einer, der beide Legionen zusammen aufführt: legiones V Macedonica et XIII gemina47. Der Form nach wurden die Stempel der XIII. gemina, die von rechts nach links, also spiegelverkehrt geschrieben sind, in die zweite Hälfte des 3. Jhs. datiert, wie auch das oben erwähnte Exemplar mit den Namen der zwei dakischen Legionen48. Die Erklärung der Anwesenheit von Vexillationen beider Legionen im südwestlichen Teil Dakiens ist in der Fachliteratur nicht einheitlich. V. Moga sah darin Vexillationen, die zur Zeit des Gallienus für die Verteidigung Norditaliens konzentriert wurden, und verbindet sie mit den Vexillationen der Legion XIII gemina und V Macedonica, die zu dieser Zeit in Poetovio bezeugt sind49. C. Opreanu sprach sich für eine Truppenkonzentration in Mehadia aus, die die Verbindung zwischen Moesien und Dakien sichern sollte50. Es ist aber bei keinem der genannten Fachleuten eindeutig gesagt, ob diese Vexillationen identisch mit denjenigen waren, die in Poetovio belegt sind51. In der Nähe von Mehadia, in Băile Herculane (Herkulesbad), wurde noch im 18. Jh. ein Ziegelstein mit dem Stempel vexillatio Daciarum signaliert52. Es ist möglich, daß es sich um dieselbe Vexillation handelt53, die sich in Mehadia aufgehalten hat, da viele epigraphische Denkmäler von Mehadia später nach Herkulesbad getragen wurden. Aesculapius und Hygeia wurde höchstwahrscheinlich in Herkulesbad durch den chronologisch letzten belegten Kommandeur der Legion XIII gemina, Marcus Aurelius Veteranus, praefectus legionis XIII geminae Gallienianae, eine Inschrift errichtet54. Ob die Inschrift in Verbindung mit der Anwesenheit dieser Vexillation in Mehadia entstand, ist fraglich55; die Weihung hatte jedenfalls einen privaten Charakter und betraf angesichts der angeflehten Gottheiten und der Formel votum libens merito posuit, den - offensichtlich verbesserten - Gesundheitszustand des Legionspräfekten.
Wir wissen nicht, wie groß diese Vexillationen waren, und auch nicht, wie lange sie sich in Südwestdakien aufhielten. Desgleichen ist es - wie oben angedeutet - nicht klar, ob sie mit denjenigen, die in Poetovio eine Reihe von Inschriften hinterließen, identisch waren. Wir glauben nicht, daß es sich in Mehadia oder in Poetovio um den ganzen Bestand der dakischen Legionen handelte56; in Mehadia hätten sie im Auxiliarkastell keinen Platz, und es wurde auch keine andere Befestigung gefunden, während die Bestände in Poetovio eindeutig von einem T. Flavius Aper, vir egregius, praepositus legionum V Macedonicae et XIII geminae Gallienarum geführt waren und nicht etwa von den Legionspräfekten selbst57. Man hat andererseits zu Recht hervorgehoben, daß diese Vexillationen, angesichts ihrer Aufgaben und der Treue, die sie auch in Inschriften dem Gallienus bezeugten, nicht zur Seite der Usurpatoren des Jahres 260 in dieser Region, Ingenuus und Regalianus, übergetreten sind58.
Es scheint jedenfalls, daß in diesen Krisenjahren wenigstens eine der römischen Straßen aus Südwestdakien, nämlich die "östliche Straße", die Verbindung zwischen Obermoesien und Dakien - und damit zwischen dem Rest des Römerreiches und Dakien - weiterhin herstellte59. Neuere Beiträge betonen allerdings, daß die römische Armee aus Dakien durch die Verlegung von verschiedenen Vexillationen nach anderen Teilen des Reiches erheblich reduziert wurde60. Trotzdem führen alle Daten zur Schlußfolgerung, daß die Hauptstraße der Provinz Dierna-Tibiscum-Ulpia Traiana Sarmizegetusa-Apulum-Potaissa-Porolissum auch nach 260 von den Römern gehalten wurde, wenn auch mit verminderten Truppen61. Es liegen hingegen praktisch keine Daten über die "westliche Straße" und die Marosch-Straße in dieser Zeit vor.
Wir verfügen über keine andere Informationen über das Militär in diesem Teil Dakiens zur Zeit des Gallienus. Die chronologisch letzte bekannte Inschrift in Tibiscum stammt aus dem Munizipium, das sich in der Nähe des Kastells entwickelt hat. Es handelt sich um eine Widmung an die Gattin des Gallienus, Cornelia Salonina, seitens des ordo municipii Tibiscensium62.
Die langjährige Diskussion in der Fachliteratur über eine mögliche Aufgabe Dakiens oder den Verlust der Kontrolle über die Provinz unter Gallienus hat bis heute noch zu keinen einstimmigen Schlußfolgerungen geführt. Eine ausführliche Darstellung dieser Diskussion fällt aus dem Rahmen dieser Arbeit, deshalb werden wir das Thema nur kurz ansprechen. Es ist wohlbekannt, daß einige literarischen Quellen von einer amissio Daciae zur Zeit des Gallienus sprechen63. Manche Fachleute, die sich mit dieser Frage beschäftigt haben, erklärten diese Nachricht mit dem Verlust oder die Aufgabe von einigen dakischen Gebieten64. Je nach Autor wären diese Gebiete der östliche Teil des innenkarpatischen Dakien65, die Grenze am Fluß Olt (=Alt)66, der nördliche und östliche Teil des innenkarpatischen Dakien67 oder dessen südöstlicher Teil68. Eine besondere Meinung äußerte H. Daicoviciu, der sich für den Verlust der politischen Kontrolle über Dakien seitens des Gallienus im Kontext der Usurpationen aussprach69. Die neuesten Beiträge diesbezüglich neigen aber, wie oben gesehen, dazu, die Situation durch die erhebliche Schwächung der provinzialen Armee zu erklären, eine Schwächung, die wegen der Verlegung von dakischen Vexillationen in die seinerzeitigen Hauptkrisengebiete des Reiches entstand70. Es wurden ebenfalls die ökonomischen Änderungen in Verbindung mit der Reduzierung der Truppen in der Provinz betont, da die Armee ein wichtiges Element im Münzumlauf einer Provinz wie Dakien war, welche bis dahin so stark militarisiert gewesen war71.
Was den südwestlichen Teil Dakiens betrifft, reichen die datierbaren Belege der römischen Militärpräsenz, wie oben angeführt, wenigstens bis in die Zeit nach der Gefangennahme Valerians I. im Sommer des Jahres 260. Diese Belege sprechen m.E. für das Fortbestehen der römischen militärischen Anwesenheit zu dieser Zeit im östlichen Banat.
Für die Zeit der Kaiser Claudius II. (268-270) und Aurelian (270-275) fehlen uns epigraphische Belege für die römische Armee im südwestlichen Teil Dakiens, wie übrigens in der ganzen Provinz72. Während der kurzen Herrschaft Claudius� II. sind weiterhin Vexillationen der dakischen Legionen außerhalb Dakiens verzeichnet. Sowohl die Legion V Macedonica als auch die XIII gemina erscheinen auf den aurei des gallischen Gegenkaisers Victorinus aus dem Jahr 26973. Es ist unmöglich zu wissen, ob diese Vexillationen Teile von denjenigen waren, die sich schon außerhalb Dakiens befanden, oder ob weitere Teile der dakischen Legionen aus Dakien selbst nach Gallien, etwa gegen Postumus74, geschickt wurden.
Es ist anzunehmen, daß diesen Vexillationen aus der Zeit des Gallienus und Claudius II. auch Auxiliarverbände aus Dakien (oder Splitter von diesen) zugehörten. Da sie anonym geblieben sind, kann man nicht wissen, welches diese waren.
Der Schlußpunkt dieser Situation, in der Dakien als "Truppenvorrat" für die Kaiser an den Brennpunkten des Imperium Romanum diente, während die Provinz wahrscheinlich nur noch entlang der Hauptstraße Dierna-Tibiscum-Ulpia Traiana Sarmizegetusa-Apulum-Potaissa-Porolissum überlebt hatte, wurde schließlich von Aurelianus gesetzt. Der Kontext war derjenige des Feldzuges gegen das "Palmyrenische Reich" der Zenobia und Vaballathus. Auf dem Weg nach Osten mußte der Kaiser noch gegen die Goten auf dem Balkan kämpfen75. Nach Eutropius hatte der Kaiser die Hoffnung verloren, die Provinz halten zu können, da mittlerweile Illyricum und Moesien ganz verwüstet wurden:...vastato omni Illyrico et Moesia, desperans eam (sc. provinciam Daciam) posse retinere...76. Dementsprechend hat Aurelianus die Provinz aufgegeben und sie dadurch zwischen der neuen Grenze des Reiches und den Barbaren aufgelassen77. Südlich der Donau, inmitten Moesiens, wurden zwei neue Provinzen geschaffen, Dacia Ripensis (nach der ripa Danubii genannt) als nördliche und Dacia Mediterranea als südliche Provinz78. Der Zeitpunkt der Räumung Dakiens geht aus den Quellen nicht hervor und wurde in der Fachliteratur unterschiedlich angesetzt79. Viel debattiert wurde auch das Thema, "wer ging und wer blieb". Für die Provinz im allgemeinen waren sich die Fachleute ziemlich einig, daß die Armee - oder ihr in Dakien noch verbliebene Teil - auf jeden Fall abgezogen wurde. Wenn man aber einzelne Situationen in einigen Kastellen aus Südwestdakien berücksichtigt, stellt man fest, daß manche wissenschaftlichen Beiträge auch von einer Wiederver-wendung (oder weiteren Verwendung) der betreffenden Befestigungen nach dem aurelianischen Abzug sprechen. In Pojejena fand man sowohl im 19. Jh. als auch während der Grabungen der 70er Jahre Ziegel mit dem Stempel LEG VII CLC, was in der Form legio VII Claudia Cuppis80 aufgelöst wurde. Es handelt sich wahrscheinlich um einen Stempel, der nach der Aufgabe der dakischen Provinz zu datieren ist, als, infolge der militärischen Reformen Diokletians, die Legionen in kleinere Einheiten zersplittert und an verschiedenen Orten entlang der Reichsgrenze stationiert wurden. In diesem Fall handelt es sich um jenen Teil der ursprünglichen Legion VII Claudia, der in der Befestigung von Cuppae (heute Golubac, Serbien) stationiert war81. Cuppae liegt auf dem rechten Donauufer, wenige Kilometer flußabwärts von Pojejena, so daß das Vorhandensein dieser Stempel im Kastell auf dem linken Donauufer auf seine weitere Nutzung wenigstens in der diokletianischen Zeit hinweist82. Eine spätrömische Festung wurde auf der Donauinsel Sapaja (Jugoslawien), in der unmittelbaren Nähe von Banatska Palanka (linkes Donauufer), untersucht83. Das quadriburgium scheint die chronologisch erste Befestigung auf dem betreffenden Platz gewesen zu sein; wie oben im Kapitel II angedeutet, wurde die entsprechende römische Befestigung aus den 2.-3. Jhd. n. Chr. in Banatska Palanka nicht identifiziert84. Ebenfalls in der Zeit der Tetrarchie entstand am linken Donauufer die Befestigung von Gornea85.
Nicht sicher ist hingegen die Existenz einer spätrömischen Befestigung in Mehadia (Praetorium ?). Eine solche Hypothese wurde in der Fachliteratur geäußert, auf Grund der wenig bekannten dortigen Funde vom Ende des 3. und vom 4. Jh., wie auch von der Tatsache ausgehend, daß L. F. Marsigli (s. oben in der "Forschungsgeschichte) in seine Karte, bei Mehadia die Darstellung eines quadriburgium eingetragen hat86. Die Hypothese kann nur durch weitere, systematische archäologische Untersuchungen geprüft werden.
Die spätrömischen Festungen am linken Donauufer sind keine Einzelfälle; am linken Ufer der pannonischen Donau (bzw. im "Sarmatenland" vor den neuen Provinzen Valeria und Pannonia II) wurden mehrere derartige Kleinbefestigungen ("Brückenköpfe") gefunden, die befestigte Landungsplätze waren87; andere erfüllten die Funktion der üblichen Befestigungen, wie z.B. Contra Aquincum88.
Man könnte diese Festungen als eine Konsequenz der neuen Auffassung über die Grenzsicherung nach der Aufgabe Dakiens ansehen. Mit der Räumung der nördlichen Donauprovinz wurde - ähnlich wie oftmals in früheren Zeiten - der Druck auf die römische Grenze seitens der Nachbarvölker einigermaßen vermindert. Diejenigen, die diesmal diesen Druck an der mittleren und unteren Donau ausübten, waren sowohl die "älteren" Nachbarn, die Vandalen und die Sarmaten - die jetzt ihrerseits dem Druck seitens der Goten und Gepiden ausgesetzt waren -, als auch die Goten selbst89. Die Befestigungen, die auf dem linken Ufer der Donau gebaut wurden, konnten einerseits die Bewegungen im Barbaricum besser beobachten und, andererseits, den oben erwähnten Nachbarvölkern durch die römische militärische Präsenz imponieren. Sie konnten diesen Nachbarn auch - da sie wahrscheinlich mit den Römern periodisch vertragsmäßig verbündet waren - wenigstens das Gefühl geben, daß sie vom Imperium Romanum nicht im Stich gelassen wurden90. Von einem Fortleben des römischen militärischen Systems im Südwesten der ehemaligen Provinz Dakiens nach dem aurelianischen Rückzug kann man aber nicht sprechen; es handelt sich lediglich um Einrichtungen, welche die südlichen Donauprovinzen schützen sollten.


Note:
1 D. Benea, Die cohors I Vindelicorum 8 c.R. p. f. in Dakien, in FestschrArturBetz, Wien 1995, S. 51; vgl. D. Benea, P. Bona, Tibiscum, Bucureşti 1994, S. 57.
2 I. Piso, P. Rogozea, Ein Apolloheiligtum in der Nähe von Tibiscum, in ZPE, 58, 1985, S. 211-214; s. auch I. Piso, Fasti, Nr. 33, S. 159-161.
3 IDR III/3, 77.
4 S. E. Nemeth, Die Numeri im römischen Heer Dakiens, in EphNap, VII, 1997, S. 107; vgl. C.C. Petolescu, Unităţile auxiliare din Dacia romană (III), in SCIVA, 47, 1, 1996, S. 23 f und ders., Auxilia Daciae, Bucureşti 2002, S. 130 f, der an der Existenz dieses Numerus nicht zweifelt.
5 C. C. Petolescu erwog diese Möglichkeit in SCIVA, 46, 1, 1995, S.43, in SCIVA, 46, 3-4, 1995, S. 239 und zuletzt, unverändert, in Auxilia (Anm. 4), S. 73, 82, 126 usw.
6 S. auch IDR III/3, S. 93 f und D. Benea, a.a.O. (Anm. 1), S. 51.
7 I. Piso, P. Rogozea, a.a.O. (Anm. 2), S. 214-218.
8 S. auch ebenda, S. 217.
9 Ebenda, S. 216 f mit der ganzen Begründung.
10 SHA, Ant. Car., 5; SHA, Ant. Car., 5; für die richtige Datierung des Besuchs von Caracalla in der Region im Herbst des Jahres 213 (ante 17. Dezember) s. J. Scheid, Le protocole Arvale de l'anée 213 et l'arrivée de Caracalla á Nicomédie, Epigraphia Romana in area Adriatica. Actes de la IX11eme rencontre franco-italienne sur l'epigraphie du monde Romain, Macerata 10-11 Novembre 1995 (a cura de G.Paci), Macerata 1998, S. 439-451.
11 Anders D. Benea, P. Bona, a.a.O. (Anm. 1), S. 23.
12 S. D. Isac, O inscripţie imperială în castrul de la Gilău, in EphNap, III, 1993, S. 192-193.
13 N. Gudea, Porolissum, un complex arheologic daco-roman la marginea de nord a Imperiului Roman I, in ActaMP, XIII, 1989, S. 725-728, Taf. CCXLIX, CCXLIX A.
14 Zuletzt C. Opreanu, Dacia romană şi Barbaricum, Timişoara 1998, S. 83 f.
15 A. Mócsy, Pannonia and Upper Moesia, London&Boston; 1974, S. 198 f; s. neulich die detaillierte und überzeugende Rekonstruktion dieser Ereignisse in Pannonien bei A. Szabó, Die "neuere" Inschrift von Suetrius Sabinus aus Pannonien. CIL III, 10490 = RD, 369, Folia Archaeologica, 48, 2000, S. 84-109 (ung.; dt. Zusammenfassung S. 101-109).
16 Ebenda, S. 199 ff.
17 D. Benea, a.a.O. (Anm. 1), S. 52; dies., Epigraphica (I), in Civilizaţia romană în Dacia (Hrsg. M. Bărbulescu), Cluj-Napoca 1997, S. 112.
18 IDR III/1, 76.
19 Herodian, VII, 8 (Krieg gegen die "Sauromaten�); für die Siegestitel Dacicus maximus und Sarmaticus maximus s. D. Kienast, a.a.O. (Anm. 10), S. 184.
20 Ebenda, S. 183.
21 A. Mócsy , a.a.O. (Anm. 15), S. 202-203; Mócsy dachte anscheinend eher an die nördlich von Pannonien und Dakien lebenden Vandalen und Karpen, obwohl er andererseits erwähnt, daß die kaiserliche Residenz zu dieser Zeit in Sirmium war.
22 Anm. 19.
23 C. Opreanu, a.a.O. (Anm. 14), S. 87 f.
24 I. Piso, Maximinus Thrax und die Provinz Dazien, in ZPE, 49, 1982, S. 228.
25 D. Benea, La legione XIII Gemina e Massimino il Trace ad Aquilea, in Quaderni Friulani di Archeologia, X, 2000, S. 97.
26 I. Piso, D. Benea, Epigraphica Tibiscensia, in ActaMN, 36, 1, 1999, S. 97-98.
27 IDR III/1, 144.
28 S. auch I. Piso, a.a.O. (Anm. 24), S. 232.
29 M. S. Petrescu, P. Rogozea, Tibiscum � principia castrului mare de piatră (I), in Banatica, X, 1990, S. 107 ff, Abb. 6; D. Benea, Epighraphica I, in Civilizaţia romană în Dacia (Hrsg. M. Bărbulescu), Cluj-Napoca 1997, S. 107-109, mit der Lesung und Deutung der Inschrift.
30 M. S. Petrescu, P. Rogozea, a.a.O. (Anm. 29), S. 122.
31 D. Tudor, Oltenia romană4, Bucureşti 1978, S. 38; D. Kienast, a.a.O. (Anm. 10), S. 198.
32 D. Kienast, a.a.O., S. 199.
33 A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 15), S. 202.
34 CIL III, 1176 = IDR III/5, 431.
35 CIL II, 4949; S. D. Kienast, a.a.O. (Anm. 10), S. 205.
36 P. Hügel, Ultimele decenii ale stăpânirii romane în Dacia (Traianus Decius-Aurelian), Cluj-Napoca 2003, S. 157.
37 A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 15), S. 204 ff; J. Fitz, Die Vereinigung der Donauprovinzen in der Mitte des 3. Jhs., in Limes 6, 1967, S. 113-121.
38 D. Kienast, a.a.O. (Anm. 10), S. 209 und 212.
39 Ebenda, S. 219; s. auch A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 15), S. 205.
40 Eutropius, Brev., IX, 8; SHA, Trig. tyr., 10.
41 S. A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 15), S. 205 f.
42 Ebenda, S. 206.
43 S. D. Kienast, a.a.O. (Anm. 10), S. 223 f; für die zwei Usurpatore s. ausführlich J. Fitz, Ingenuus et Regalien, Bruxelles 1966.
44 IDR III/1, 77.
45 D. Kienast, a.a.O. (Anm. 10), S. 219.
46 IDR III/1, S. 119 f
47 Ebenda, Nr. 102.
48 V. Moga, Din istoria militară a Daciei romane. Legiunea XIII Gemina, Cluj-Napoca 1985, S. 72.
49 Ebenda; s. auch S. 52.
50 C. Opreanu, Raetia, Pannonia şi Dacia în vremea lui Gallienus, in AnBan, VII-VIII, 2000, S. 400; vgl. auch J. Harmatta, Studies in the History of the Sarmatians, Budapest 1950, S. 59 f.
51 R. Saxer, Untersuchungen zu den Vexillationen des römischen Kaiserreiches von Augustus bis Diokletian, EpSt I, 1967, S. 56-57.
52 IDR III/1, 73.
53 So auch C. Opreanu, a.a.O. (Anm. 50), S. 400.
54 IDR III/1, 54.
55 Anders Opreanu, a.a.O. (Anm. 50), S. 400, der daran nicht zweifelt.
56 So A. Mócsy. a.a.O. (Anm. 15), S. 209 für Poetovio.
57 R. Saxer, a.a.O. (Anm. 51); nach J. Fitz, Die Verwaltung Pannoniens în der Römerzeit, Budapest 1993-1995, S. 1052, die Person hätte Lucius Flavius Aper geheißen und wäre praeses Unterpannoniens geworden.
58 P. Hügel, a.a.O. (Anm. 36), S. 161; s. auch C. Opreanu, a.a.O. (Anm. 50), S. 400.
59 S. auch J. Harmatta, Studies in the History of the Sarmatians, Budapest 1950, S. 59 f, welcher der Meinung war, daß es die vom Osten - d.h. von Oltenien - ankommenden Roxolanen diejenigen waren, die diese Verbindung zwischen Dakien und Obermoesien zu unterbrechen drohten.
60 C. Opreanu, a.a.O. (Anm. 50), S. 400 ff; vgl. SHA, vita Claudii, 9, 1.
61 P. Hügel, a.a.O., (Anm. 36), S. 162; 167.
62 IDR III/1, 132.
63 Eutropius, Brev., IX, 8, 2; Rufius Festus, Brev., VIII, 2; Iordanes, Romana, 217; Aurelius Victor, De Caes., 33, 3.
64 A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 15), S. 209 erwog die Möglichkeit einer Teilevakuierung Dakiens infolge von Verhandlungen zwischen Goten und Römern, ohne andere Präzisierungen.
65 Istoria României, I, Bucureşti 1960, S. 465 (M. Macrea).
66 D. Tudor, a.a.O. (Anm. 31), S. 39 f.
67 D. Protase, Autohtonii în Dacia, Bucureşti 1980, S. 260.
68 D. Benea, Dacia sud-vestică în secolele III-IV, Timişoara 1996, S.18.
69 H. Daicoviciu, Gallieno e la Dacia, in Filias harin. Miscellanea in onore di Eugenio Manni, Roma 1979, S. 651-660.
70 P. Hügel, a.a.O. (Anm. 36), S. 162; 166 ff; C. Opreanu, a.a.O. (Anm. 50), S. 401 f.
71 P. Hügel, a.a.O., S. 167.
72 S. P. Hügel, a.a.O., S. 82 f.
73 Cohen2, VI, 61 (V Macedonica), 63 (XIII gemina).
74 S. E. Ritterling, in RE, XII, 1, s.v.legio, 1344.
75 A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 15), S. 211; P. Hügel, a.a.O. (Anm. 36), S. 169.
76 Eutropius, Brev., IX, 15, 1.
77 Ebenda: Provinciam Daciam, quam Traianus ultra Danubium fecerat, intermisit...
78 Iordanes, Romana, 217.
79 A. Bodor, Emperor Aurelian and the Abandonment of Dacia, in Dacoromania, 1, 1973, S. 39-40: J. 275; D. Tudor, a.aO. (Anm. 66), S. 40: "271 oder 274/275"; S. 415 : "271 (oder 275?)"; D. Kienast, a.a.O. (Anm. 10), S. 234: J. 272 ("schon 271?�); D. Benea, a.a.O. (Anm. 68), S. 24: vielleicht vor 274, aber wahrscheinlicher in den Jahren 274-275; P. Hügel, a.a.O. (Anm. 36), S. 169: Spätsommer-Herbst des Jahres 271.
80 IDR III/1, S. 49-50; N. Gudea, I. Uzum, Castrul roman de la Pojejena. Săpăturile arheologice din anul 1970, in Banatica, II, 1973, S. 94, Abb. 7/7, 8;
81 S. dafür D. Benea, Din istoria militară a Moesiei Superior şi a Daciei. Legiunea a VII-a Claudia şi legiunea a IIII-a Flavia, Cluj-Napoca 1983, S. 98.
82 So schon D. Tudor, Garnizoane romane pe malul bănăţean al Dunării în sec. IV e.n., în SCIV, IX, 1958, S. 373 ff; ders., a.a.O. (Anm. 31), S. 451; s. auch D. Benea, ebenda (Anm. 81); N. Gudea, Date noi despre castrul roman de la Pojejena, in Banatica, III, 1975, S. 340.
83 S. u.a. D. Dimitrijević, Sapaja, rimsko i srednjevekovno utvrdjenje na ostrvu kod Stare Palanke, in Starinar, XXXIII-XXXIV, 1982-1983, S. 29-63.
84 S. M. Ðordević, Archaeological Sites of the Roman Period in Yugoslav Banat, in Studii de istorie a Banatului, XVII-XVIII (1993-1994), 1996, S. 25; dies., Contributions to the Study of the Roman Limes in South Banat, in The Roman Limes on the Middle and Lower Danube ( Hrsg. P. Petrović), Belgrad 1996, S. 130.
85 N. Gudea, Befestigungen am Banater Donaulimes aus der Zeit der Tetrarchie, in Limes 9, Bucureşti 1974, S. 173-180; ders., Gornea. Aşezările din epoca romană şi romană târzie, Reşiţa 1977.
86 S. M. Macrea, N. Gudea, I. Moţu, Praetorium. Castrul şi aşezarea romană de la Mehadia, Bucureşti 1993, S. 30 f.
87 S. A. Mócsy, Ein spätantiker Festungstyp am linken Donauufer, in Limes 8,Cardiff 1974, S. 191-196; ders., a.a.O. (Anm. 15), S. 269-271 und Abb. 42.
88 Zs. Visy, Der pannonische Limes in Ungarn, Budapest-Stuttgart 1988, S. 85 f u. Abb. 80; M. Németh, Contra Aquincum Fortress, in The Roman Army in Pannonia. An Archaeological Guide of the Ripa Pannonica (Ed. Zs. Visy), Pécs 2003, 201 ff.
89 A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 15), S. 211; 267-268.
90 Ebenda, S. 271.


ARMATA ÎN SUD-VESTUL DACIEI ROMANE / DIE ARMEE IM SÜDWESTEN DES RÖMISCHEN DAKIEN
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